• Kristina Klinger

aloha.

„Hawaii. Das war schon immer unser großer Traum. Im letzten Jahr haben wir uns diesen Traum erfüllt. Eigentlich wollten wir diese Reise erst viel später machen, wenn unsere Kinder schon etwas größer sind, bis mir vor anderthalb Jahren ein Leberfleck entfernt wurde und ich die Diagnose Hautkrebs bekam. Ich hatte Glück und es wurde früh erkannt, trotzdem war es ein einschneidendes Ereignis in meinem Leben. Seitdem schiebe ich nichts mehr zu lange auf und lebe im Hier und Jetzt.

So beschlossen wir, unsere Reise einfach sofort zu machen. Ein bisschen Vorlauf braucht man dann schon und so haben wir ein Jahr vorher mit der Planung begonnen. Wir wollten uns vier Inseln anschauen und auf einer wollten wir gerne einen großen Teil unserer Reise verbringen. Die Wahl fiel auf Maui. Also buchten wir als erstes für neun Wochen ein Haus an der North Shore von Maui. Da man ohnehin einen Zwischenstopp auf dem US Festland machen muss, hatten wir uns für ein paar Tage San Fransisco vorher und für L.A. auf dem Rückweg entschieden.

Ende Oktober letzten Jahres ging es los. Mit einiger Verspätung kamen wir nach zwölf Stunden in San Fransisco an. Trotz der langen Flugzeit lief der Flug gut, die Kids waren super drauf. In San Fransisco angekommen, haben wir uns sofort verliebt. Diese Stadt ist einfach unglaublich schön und der Ausblick aus unserem Hotel (San Francisco Holiday Inn Express) war der Wahnsinn.




Aufgrund des Jet Lags ließen wir es langsam angehen und haben die Stadt in den ersten Tagen vor allem mit den Cable Cars erkundet, was den Kinder super gefiel und so die Fahrten an sich jedesmal ein Highlight waren. Wir haben uns das Ferry Building angeschaut, die Walrosse am Pier 39 und eine Fahrradtour zur Golden Gate Bridge gemacht.

Ein absolutes Highlight war das Children‘s Museum. Ein Ort nur für Kinder. Obwohl  San Fransisco eine der Städte mit den niedrigsten Geburtenraten der ganzen USA ist, haben wir uns mit den Kindern sehr willkommen gefühlt.

Zum Abschluss sind wir noch mit dem Schiff zur Golden Gate Bridge und um Alcatraz herum gefahren.




Die Zeit verflog und ehe wir uns versahen, saßen wir im Flieger Richtung Honolulu. Die Vorfreude war groß und wir wurden nicht enttäuscht. Unser Hotel (Sheraton Waikiki Beach) lag direkt am Waikiki Beach. Zum Empfang gab es Leis und auf der Terasse wurde Hula Musik gespielt. Es mag kitschig klingen, aber ich fand es toll, ich war von einem auf den andern Moment entspannt. Wir genossen die Tage am Waikiki Beach und in Honolulu. Wie immer ließen wir es entspannt angehen. Unser Motto beim Sightseeing mit Kindern ist definitiv „weniger ist mehr“.

Auf Oahu haben wir uns noch Pearl Habour angeschaut und sind einen Tag an die North Shore gefahren (Mietwagen haben wir immer über Alamo gebucht). Wir sind große Surffans und wollten uns schon immer die gewaltigen und zugleich perfekten Wellen an den weltberühmten Stränden der North Shore anschauen. Nach einer Woche ging es weiter.

Nachdem wir zwei Wochen in Hotels gewohnt hatten, freuten wir uns sehr auf das Häuschen das wir gemietet hatten, auf selber kochen und ein vor allem bisschen mehr Platz. Wir wurden nicht enttäuscht. Obwohl der Flug mit einer Flugzeit von unter einer Stunde echt kurz war, war es der Schlimmste der ganzen Reise. Die Kinder waren mega nölig und Anna hatte sich das Ohr aufgeschlagen und um ein Haar hätte sie sich echt schlimm verletzt. Mit einem großen Schrecken kamen wir also auf Maui an.

Wow, schon auf dem Weg vom Flughafen zum Haus war ich hin und weg von der Natur. Unser Häuschen lag mitten im Wald, super schön eingerichtet, mit einem riesigen Garten in dem es Papayas, Avocados, Zitronen, Orangen und Passionsfrüchte gab. Ausserdem ein riesiges Trampolin. Ich konnte es kaum glauben, als ich am nächsten Morgen durch den Garten lief. Unser Zuhause für die nächsten neun Wochen!




Unsere Zeit auf Maui war geprägt von unzähligen Strandbesuchen, kleinen Wanderungen, Sightseeing und einer sehr intensiven Familienzeit. Gerade weil wir solange hier waren, hatten wir keine Eile und haben uns auch mal treiben lassen, in den Tag hinein gelebt. Für mich der vielleicht schönste Teil der ganzen Reise.

Die Natur auf Maui ist unglaublich vielfältig, von Lavawüsten bis Regenwald ist alles dabei. An einem Tag fuhren wir auf den Vulkan Haleakala um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Die Aussichtsplattform liegt auf 3055 m und es war bitter kalt, aber ein unvergesslicher Anblick als die Sonne im Meer versank.

Ein anderer Ausflug führte uns auf der Road nach Hana an den Black Sand Beach im Waianapanapa Sate Park. Wie viele Orte auf der Insel ist auch dieses Fleckchen eine heilige Hawaiianische Stätte. Ich fand diesen Ort einfach magisch und die Naturgewalt atemberaubend schön.


Anfang Januar ging es dann weiter nach Kauai (Hotel Hilton Garden Inn). Landschaftlich gesehen ist Kauai wohl die schönste der Inseln. Eindrucksvolle Palmenhaine, traumhafte Strände soweit das Auge reicht. Und so viele wilde Hühner, dass man sie kaum zählen kann.

Wir schauten uns den Waimea Canyon an und waren beeindruckt das es sowas auf dieser kleinen Insel gibt. Die wahrscheinlich schönste Bucht aller Inseln ist die Hanalei Bay. Hier trafen wir viele Familien die am Strand den Kindern das Surfen beibrachten. Weiter draußen surften die Profis. Die Kulisse ist atemberaubend, im Hintergrund sieht man die grün bewachsenen Vulkane. Leider waren die meisten Wanderwege auf Kauai für Kinder wie die in Alter unserer (4 und 2) nicht geeignet.




Am Flughafen in Kauai angekommen fragte uns ein Hawaiianer, wo es als nächstes hingeht. „Big Island“,  sagt Jochen und der Mann erwiderte: „ It`s big man!“ Das stellten wir auch direkt fest, denn zu unserem Schrecken hatten wir den Flug falsch gebucht und flogen statt nach Kona, wo die Unterkunft war, nach Hilo! Im Vergleich zu den anderen Inseln hat Big Island ihren Namen echt verdient. Fast drei Stunden brauchten wir von der einen zur anderen Seite.

Auf Big Island findet man acht der zehn Klimazonen, die es auf der Welt gibt. Es gibt zwei aktive Vulkane, so dass die Insel immer größer wird. Der Besuch im Hawaiian Volcanoes National Park ist total beeindruckend, wir blieben so lange, dass wir bei Dunkelheit die glühende Lava aus der Ferne beobachten konnten.








Nach zehn Wochen Natur pur war es schon ein kleiner Kulturschock als wir in L.A. ankamen. So viele Highways, so viele Autos…unglaublich. Zum Glück lag unsere Unterkunft in Venice Beach, so dass der Strand nur drei Gehminuten entfernt war. Die letzten Tage verbrachten wir vor allem mit Sightseeing, Hollywood Hills, Walk of Fame, Pink Wall und vieles mehr.. Ich war überrascht, wie viele Möglichkeiten es in L.A. gibt vegan zu essen, das hatte ich mir nämlich für den Januar vorgenommen. Zum Abschluss verbrachten wir noch einen Tag in Disneyland und da hat sich sogar für mich ein Kindheitstraum erfüllt.










Dann saßen wir auch schon im Flugzeug nach Frankfurt. Mit großer Vorfreude auf Familie und Freunde, einer inneren Ruhe die hoffentlich noch ganz lange anhält,und jeder Menge aloha im Herzen.

Hier unsere Hawaii Highlights:

Hookipa Beach, MauiWhale Watching, MauiHaleakala State Park, MauiIao Valley State Park, MauiRoad to Hana / Black Sand Beach, MauiHonolua Bay, MauiJaws, MauiHanalai Bay, KauaiWaimea Canyon, KauaiHawaii Volcanoes National Park, Big Island

Das beste Essen gab es hier:

Choice Health Bar (plantbased) – Lahaina, MauiPaia Bowls (Smoothies und Acai Bowls) – Paia, MauiNuka (Sushi) – Haiku, MauiFish Market Paia (grilled Fish) – Paia, MauiMana Store (Deli) – Paia, MauiDown to Earth Store (Deli) – Kahului, MauiShaka Poke-Don (wie der Name verrät: Poke) – Honolulu, OahuUncle Bo’s (Fish and more) – Honolulu & Haleiwa, OahuRainbow Living Foods (raw vegan food) – Kapaa, KauaiUnder the Bodhi Tree (plantbased) – Mauna Lani, Big Island

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